Über mich

Seit ich denken kann, faszinieren mich Pferde. Aus einer kindlichen Leidenschaft ist rund 20 Jahre später mein Beruf geworden. Als Reittherapeutin unterstütze ich inzwischen tagtäglich die Begegnung zwischen Mensch und Pferd. Was dabei entsteht, begeistert mich nach wie vor wie am ersten Tag: Ängste werden überwunden, der Alltag vergessen, Beziehungen vertieft und vieles mehr.

Diese spannenden Momente begleite ich seit meinen Jugendjahren, während derer ich meine ersten Erfahrungen in der Mediation zwischen Mensch und Pferd auf dem örtlichen Reiterhof machen durfte. Nach Abschluss der Schule intensivierte ich dies dann im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Zentrum für therapeutisches Reiten. Spätestens hier wurde für mich glasklar, dass ich meine Passion für Pferde zum Beruf machen würde, um damit Menschen zu helfen. Um die Zertifizierung der Reittherapeutin zu erhalten, bedarf es einer pädagogischen Vorbildung, sodass ich zunächst eine dreijährige Ausbildung zur Erzieherin absolvierte. Nach Erhalt der Zertifizierung und insgesamt 6 Jahren im Kindergarten habe ich die Entscheidung getroffen, mich der Reittherapie voll und ganz zu widmen. Meine größte Unterstützung sind dabei meine Pferde, die ich im Laufe der Jahre selbst ausgebildet habe und gemeinsam mit ihnen gewachsen bin.

Die Interaktionen zwischen Pferden und Menschen ist äußerst vielschichtig und komplex. Vieles durfte ich darüber im Laufe der Jahre sowohl in der Praxis als auch auf wissenschaftlicher Ebene lernen und doch gibt es etwas bei diesen Begegnungen, das sich einfach nicht in Worte fassen lässt. Genau hierin sehe ich die Essenz meiner Reittherapie, die ich Ihnen gerne näherbringen würde.

Piccolina
Zuerst möchte ich euch das Pferd vorstellen, ohne das meine jetzige Arbeit nie entstanden und möglich geworden wäre - Piccolina.
Sie ist eine 2005 geborene Fjordpferd- Paint Horse Mix Stute und seit 2009 in meinem Besitz. Picco war mein erstes eigenes Pferd und ist die Mitgestalterin des Konzeptes "Reittherapie Piccolina". Durch sie hat sich mein Umgang und meine Arbeit mit Pferden stets gewandelt und weiterentwickelt. Ich habe gelernt zuzuhören. Picco war mir seit meinem 14. Lebensjahr eine Freundin und hat mich durch viele Hürden meines Lebens als meine Trösterin begleitet.
Durch sie habe ich gespürt, dass der Kontakt mit Pferden heilen kann. In der Reittherapie ist Picco heute für die Kleinsten zuständig. Ponyclub, Babyreiten und Reittherapie für kleine Kinder wäre ohne Picco nicht möglich! Durch ihre Erfahrung und Geduld können viele Menschen den Schritt in die Reittherapie gut meistern.
Atacamo
Das ist Atacamo. Er ist 2010 geboren und seit 2015 in meinem Besitz.
Camo ist ein Quarter Horse, welcher sich durch einen Weideunfall in jungen Jahren das Strahlbein gebrochen hat. Deshalb wurde er 5 Jahre lang wild auf einer großen Weide abgestellt. Als ich beschlossen habe ihn zu übernehmen, brauchte ich sehr lange, um an ihn heran zu kommen. Ein bisschen frei wird er wohl immer bleiben. Camo ist für mich eine große Herausforderung. Er ist mein Spiegel, er kommuniziert direkt und zeigt mir jeden Fehler sofort auf. Aber durch seine feine Kommunikation schätze ich die Bodenarbeit mit ihm sehr. Camo zeigt dir wer du bist und wird deshalb im Coaching mit Erwachsenen eingesetzt. Außerdem führt er die Pferdeherde an und trägt somit eine große Aufgabe. Er sorgt für das Wohlbefinden der anderen Therapiepferde.
Meru
Das ist Meru. Sie ist 2016 in Österreich geboren.

Dort war sie zur Schlachtung bestimmt. Die hübsche Norikerstute wurde durch eine Organisation nach Deutschland gerettet und darf nun seit 2018 bei uns in den integrativen Voltigierstunden und als starke Stütze in der Reittherapie mitwirken. Meru deckt Menschen bis 130kg ab, hat aber auch viel Feingefühl für kleine Kinder. Sie ist stets neugierig und arbeitswillig. Eine echte Allrounderin!

Loki
Das ist Loki. Er ist 2014 im Stralsunder Zoo geboren und kam 2016 auf die Insel.
2021 habe ich ihn dann übernommen. Zu dem Zeitpunkt war der kleine Konik schon fast komplett erblindet. Wir bauten ihm ein blindengerechtes Zuhause, in dem er sich zurecht findet. In der Reittherapie wird er mit sehr feinfühligen Menschen eingesetzt. Für Loki braucht es eine feine Kommunikation. Er arbeitet bei uns hauptsächlich mit allen psychischen Themen. Die Menschen identifizieren sich mit ihm. Die Welt ist nicht perfekt und wir tragen alle unseren Rucksack. Lokis Umgebung hilft, um diese Themen anzugehen.
Das ist Leo. Er ist 2009 geboren und seit 2022 bei der Reittherapie Piccolina im Einsatz.
Leo verzaubert die Menschen mit seinem Aussehen (er ist ein Mini-Shetty) und seiner Sanftheit. Er war in der Ausbildung zum Therapiepferd bisher der Schnellste. Es scheint wirklich sein perfekter Job zu sein. Er begleitet Menschen mit Ängsten und Themen bezüglich des eigenen Selbstbewusstseins.
Tyson
Das ist Tyson. Er ist ein 2005 geborener Isländer, der seit 2023 bei uns lebt.
Tyson brachte viel Lust auf eine neue Arbeit, aber auch viele alte Ängste mit in die Reittherapie. Er ist bei uns mittlerweile für das Reiten lernen und die Vertrauensarbeit am Boden zuständig. In diesem Prozess wächst er gemeinsam mit den Reittherapie-Kunden über sich hinaus. Stets neugierig und verschmust verzaubert er hier vor allem viele Jugendliche.
Arkona
Das ist Arkona. Er ist 2023 geboren und damit unser Nesthäkchen.
Mit einem halben Jahr habe ich den kleinen Haflingerwallach gekauft und bilde ihn seitdem zum Reittherapiepferd aus. Kona zeigt sich sehr neugierig, aufgeschlossen und sensibel. Eine perfekte Grundlage, auf der wir aufbauen können.
Nach oben scrollen